Justice League Dark Bd.1 - Hexenstunde (Panini Comics)

Ein Brüller von Comic oder eher ein leises Fauchen ?



Insgesamt drei Justice League Titel füllen momentan die Regale der deutschen Comicläden. Neben dem Flaggschiff Titel "Justice League" von Autor Scott Snyder, gibt es noch die "Justice League Odyssee" geschrieben von Joshua Williamson. Alle Titel unterscheiden sich sehr voneinander, so wendet sich die Justice League Dark eher der Magie im DC-Universum zu. Wer jedoch denkt, dass dieses Konzept neu ist, dem sei gesagt das zum Start der New52 Ära sich bereits ein Justice League Dark Team den Gefahren aus der Welt des Übernatürlichen gestellt hat. Die Gründungsmitglieder dieser Truppe wahren demnach John Constantine, Madame Xanadu, Deadman, Zatanna und Shade the Changing Man. Dieser Softcover Band von Panini Comics beinhaltet die Justice League Dark Ausgaben #1-3, sowie das Witching Hour Crossover bestehend aus den Ausgaben Wonder Woman and Justice League Dark: The Witching Hour #1, Wonder Woman #56-57, Justice League Dark #4 und Justice League Dark and Wonder Woman: The Witching Hour #1.


Worum geht's ?

Im DC-Universe schlagen nun dunkle Stunden, denn die Magie scheint aus den Fugen zu geraten und bedroht nicht nur die Welt der Negromantie, sondern die gesamte Existenz. Ein okkulter Einfluss aus den Abgründen des Multiverse scheint der Grund für all dies zu sein, jedoch hat sich ein Team mit reichlich Kampf- und Magie-Erfahrung versammelt, dass sich den mysteriösen Ereignissen anzunehmen versucht. Erfahrt wie die Justice League Dark zusammenfindet und warum ausgerechnet Wonder Woman's Vergangenheit mit den finsteren Begebenheit zusammenhängt.


Bewertung:

Während mich bisher sowohl Scott Snyder's "Justice League" als auch Joshua Williamson's "Justice League Odyssee" Reihe vor Begeisterung übersprudeln ließ, bin ich bei "Justice League Dark" eher hin und her gerissen. Denn Autor James Tynion IV scheint mir mit seiner ziemlich langen, sowie ausschweifenden ersten Storyline übers Ziel hinausgeschossen zu sein, da diese überhaupt nicht mit dessen eigenem Schreibstil harmoniert. Im Band walten viele dialoglastige, sich auf mehrere Seiten erstreckende Szenen, welche man hätte kürzer fassen können. Demnach hat dies stellenweise einen eher ermüdenden als spannungserzeugenden Effekt, was sehr Schade für die Reihe ist, da gerade diese äußerst eklatante Teamzusammensetzung mit Wonder Woman, Swap Thing, Man-Bat und Co. bei mir für großes Interesse gesorgt hat. Zum Artwork lässt sich sagen, dass es von der ersten bis zur letzten Seite sehr solide ist. Für den Band hat sich nämlich eine ganze Truppe von Zeichnern zusammengeballt, die nicht nur Meister ihres Fachs sind, sondern so ziemlich ein und den selben Zeichenstil innehaben. Abgesehen davon legt der Comic auch einen recht guten Start hin und überrascht mit seiner Einsteigerfreundlichkeit, obwohl sich die Handlung sehr mit den Geschehnissen aus Justice League: No Justice und Batman: Metal aufhält. Doch leider schwindet der gute Eindruck schnell. Vom Gesamtbild entsprechend fällt der erste Band zu "Justice League Dark" dann eher in das mittelmaß Segment der DC-Titel. Dennoch erhoffe ich mir für den zweiten Band, dass Tynion IV es storytechnisch ruhiger angehen lässt und die Justice League Dark nicht weiterhin einer weltumfassenden Bedrohung aussetzt, wenngleich das Ende vom Comic von einem mir nicht zusagenden Gegenteil zeugt.



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  • Autor: James Tynion IV

  • Zeichner: Alvaro Martínez Bueno, Emanuela Luppachcchino, Jesús Merino, Fernando Blanco, Míguela Mendoça

  • Format: Softcover 220 Seiten

  • Verlag: Panini Comics

  • Preis: 19,99 €


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